Bedeutung von Mooren
Moore sind nicht nur faszinierende Landschaften, sondern vor allem sensible Ökosysteme, die vielfältige Aufgaben für das Klima, den Wasserhaushalt und die biologische Vielfalt auf der Erde übernehmen. Über 90 % dieser wichtigen Feuchtgebiete liegen in der nördlichen Hemisphäre, vornehmlich in Russland, Kanada, den USA, Finnland und Schweden sowie den baltischen Ländern. Die übrigen Moorflächen finden sich auf tropischen und subtropischen Breitengraden. Vor allem in Indonesien gibt es riesige Sumpflandschaften.
Innerhalb Deutschlands waren ursprünglich 5 % der Landesfläche von Mooren bedeckt. Von den verbliebenen Mooren sind heute weniger als 10 % in einem naturnahen Zustand. Niedersachsen gilt als das hochmoorreichste Bundesland. Ende des 18. Jahrhunderts dehnten sich die Moore hier auf einer Fläche von etwa 6.500 km2 aus, annähernd die Hälfte davon in der Region zwischen Weser und Ems. Mehr als ein Drittel der niedersächsischen Moore waren Hochmoore. Heute sind 95 % aller niedersächsischen Moore durch menschliche Nutzung stark verändert. Die Überreste naturnaher Moorflächen stehen unter strengem Naturschutz, darüber hinaus werden Flächen teilweise wiedervernässt.


